Bemerkenswert
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Das bin ich:

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Hi, mein Name ist Nic, ich bin 36 Jahre und komme aus Werne an der Lippe. Nun ist der Punkt in meinem Leben erreicht an dem ich nicht mehr länger davon rede, sondern mir endlich einen meiner größten Träume erfülle: Ich eröffne diesen Blog und schreibe mein eigenes Buch.

Was ich erlebe, welche Menschen ich treffe, in welche Küchen ich einkehre, welche Geschichten ich erzählt bekomme, welche Rezepte ich mitbringe – all das und viel mehr gibt es fortan hier in meinem Logbuch 😉

Veröffentlicht in Privatsphäre

Herzlich willkommen, Neuanfang

Wenn ich für das Buch oder den Blog schreibe, gebe ich eine Menge von mir preis. Das ist mir bewusst. Dennoch entscheide ich genau, was ich teilen möchte und was privat bleibt. Heute möchte ich ein bisschen erzählen …

Ich höre Musik und sitze gerade inmitten von Fotos von mir. Aus den unzähligen Shootings, die ich hatte. Um zu sortieren und selektieren, ob ich was für das Buch gebrauchen kann. Wenn ich ehrlich bin, erkenne ich mich nur noch auf den wenigsten. Klar, oft sind es Rollen, in die man für diese Fotos schlüpft. Dennoch, das bin ich nicht mehr. Gespannt bin ich, was bei den nächsten Shootings rauskommt. Denn die daraus resultierenden Bilder werden zu 100 %, wie ich sie möchte, für meine Herzenssache. Also müssen sie auch zu 200 % authentisch werden. Da bin ich Perfektionist. Ich bin diesmal Auftraggeber.

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Bei der Durchsicht werde ich gleichzeitig ein bisschen melancholisch.
Ein Freund sagte mal:
 Deine Fotos liebe ich, aber viel mehr liebe ich dich, wenn du bist wer du bist und natürlich dabei. Denn auf diesen Fotos, das bist du nicht.“  Damals wusste ich diesen Satz nicht zu schätzen, tat ihn ab – ja, ja, ist klar …
Heute, viele Jahre später, weiß ich, was er gemeint hat.
Ich war immer genug, wenn wir essen waren und ich meine High Heels trug, oder wenn ich morgens in Unterwäsche verschlafen mit einer Tasse Kaffee auf der Arbeitsplatte saß.  Es ging nie darum
, wie ich aussehe. Es ging um mich.

Als ich im Herbst  mit der Arbeit an meinem Buch begann, begann die Zeit meines Lebens. Eigentlich wollte ich mir doch nur einen Traum erfüllen und mein eigenes Kochbuch schreiben. Jetzt sammeln sich so viele Texte und Rezepte, dass es fast schon für zwei verschiedene Bücher reichen kann.

Da war er endlich, der lang ersehnte Neuanfang. Es war, als legte jemand den Schalter in meinem Kopf um. Klick, jetzt ist es mal Zeit, an dich zu denken und nicht an andere. Ab da ging es stetig aufwärts. Jeden Tag. Man kann fast behaupten,ich wäre fertig. Ich trennte mich endgültig von dem, was mir nicht gut tut. Menschen, Emotionen, Eigenarten und Eigenschaften, die mir nicht an mir gefielen. Fing an, ganz neu zu fühlen und zu leben. Klingt irgendwie wie aus einem RosemundePilcherFilm, aber ich weiß es gerade nicht besser zu beschreiben.

Ich verstelle mich nicht mehr, nur um Leuten zu gefallen. Ich sage, was ich denke, jedem. Ich habe ordentlich aufgeräumt und umgeräumt in mir. Das hat mich ein paar anstrengende Jahre gekostet. Aber was sind ein paar Jahre, wenn jetzt noch mein ganzes Leben vor mir liegt. Früher war mir wichtig wer mich mag. Heute: WHO CARES!!

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Mein Herz steht mir und anderen wieder offen, was für eine Menge Verwirrung sorgt. Plötzlich beginnt man wieder zu fühlen und zu leben, da spielt einem schon mal das viele Serotonin Streiche bei der Wahrnehmung.
Man sollte nie zu viel auf einmal wollen. Zumindest gilt das für mich, denn das block
iert mich. Das weiß ich jetzt.

Heute genieße jeden einzelnen Augenblick eines jeden Tages, eines jeden Wochenendes, eines jeden Roadtrips  ohne Reue. Denn das ist es, was ich in diesem Moment wollte.

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Natürlich wünscht man sich zwischendurch auch mal zu kuscheln oder jemanden zu haben, der auf einen wartet, aber ist es verwerflich zu behaupten, dass es jetzt aktuell nicht in meinen Plan passt und nicht die Zeit für eine Beziehung ist, weil ich noch bis zum Frühjahr soviel erleben möchte?  Ist es verwerflich wenn man das Single-Sein genießt, da man auf Niemanden Rücksicht nehmen muss? Oder ich es lieber genieße, Menschen kennenzulernen und Gespräche zu führen, über alles, was das Leben so bereit hält? Oder mal ein Wochenende zu zweit verbringen, weil es eben passt und man zusammen was erleben will?

Nein, solang niemand dabei emotional zu Schaden kommt, soll  man das machen, worauf man Lust hat. Jeder!

Veröffentlicht in Essen und Trinken

Der Käsekuchen meiner Mama

Ich sitze bei gutem Wetter auf einer Hollywood-Schaukel im Schatten, Musik dröhnt aus den Kopfhörern und mein Mineralwasser ist eiskalt. Es könnte schlechter sein. Ich hatte mir vorgenommen, in den nächsten drei Wochen nur das zu machen, worauf ich spontan Lust habe. Mein Sohn genießt die ersten drei Wochen der Ferien mit seinem Vater – warum soll ich nicht einfach das Beste aus meiner freien Zeit machen? Es ist herrlich. Ich erlaube mir keinen Stress, und wenn ich was nicht will, sage ich nein! Manchmal braucht man eine Auszeit, für sich, um die Dinge wieder zu ordnen.
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Doch zurück zu meinem heutigen Arbeitsplatz
 – die Hollywood-Schaukel.

Nebenbei überarbeite ich die Liste der Rezepte, treffe zum 964
Mal Entscheidungen, die das Buch betreffen, und mache mir Gedanken um das Layout. Meine Visitenkarten sind gestern auch gekommen. Ich bin recht zufrieden, die anfängliche Panik ist weg. Ich kann es mir vorstellen und es gefällt mir sehr. In Gedanken blättere ich schon durch. Herrlich.
Es kommt alles
, wie es kommen soll.
Genau wie dieses Rezept, welches ich Euch heute mitgebracht habe.

Unschlüssig über das morgige Rezept
 machte ich mich auf den Weg in den Garten. Ich bin bekennende Gartenbesetzerin, dachte mir aber heute, es sei nur freundlich, mal eben Bescheid zu geben, dass ich jetzt die Hollywood-Schaukel für meine Zwecke nutze.
Ich klingelte an der Tür und meine Mutter öffnete mit einem ihrer typischen Sätze, den sie schon damals immer sagte: „Was klingelst du? Ich habe keine Zeit, ich hatte noch so viele Eier, ich backe jetzt einen Käsekuchen.“ (Irgendwo muss ich es ja her haben … 🙂 Einen kleinen Seitenhieb in meine Richtung konnte sie sich auch nicht verkneifen. Für meine Mutter gab eine neue Küchenmaschine, die alte hatte ihren Geist aufgegeben und jetzt steht dort eine weiße Kitchen-Aid. Sie weiß, ich hätte auch gerne eine. Jedoch zurzeit einfach noch nicht den Platz in meiner Küche. Aber es gibt schon einen Plan … natürlich gibt es den …
Da witterte ich meine Chance! Ich lass Mama die Arbeit in der Küche erledigen und es gibt heute das Rezept, nach dem sie immer backt. Mit weniger Fotos als gewohnt, denn Arbeitende soll man ja nicht aufhalten und die Kamera liegt zuhause. Zwischendurch gab es dann sogar noch einen Salat. Meine Mama ist halt die Beste…
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Wo genau dieses Rezept herkommt, kann ich nicht sagen, es ist eins der vielen Rezepte aus der Sammlung meiner Mutter. Sie hat ganze Ordner voll Zettel wie diesen. Ich liebe diese Rezepte, kein Tamtam, nur das Nötigste beschrieben, so lernte ich kochen.

Was Ihr benötigt und wie das Ganze funktioniert, findet Ihr auf dem folgenden Foto.

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Also, viel Spaß beim Backen, es ist ein super leckerer Käsekuchen. Ich fahre jetzt Käsekuchen essen. ❤️ 

Veröffentlicht in Unterwegs

Wenn Hamburg ruft, dann komme ich.

Achtung: Dieser Beitrag enthält Werbung.

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Vor etwa vier Monaten startete ich diese
s Blog, es ist meine absolute Herzenssache. Für mich stand immer fest: Ein Punkt meines Masterplans ist es, mein eigenes Buch zu veröffentlichen. Aus meiner Küche, mit meinen Geschichten und meinen Rezepten.
Ich habe keine Ahnung
, wo mich diese Reise hinführen wird, aber ich bin gespannt, welche Wege ich einschlage. Jeden Tag kommen neue, sensationelle Ideen und Projekte dazu. Niemals habe ich gedacht, das es so schnell vorwärts geht, in so einem riesigen Tempo. Was soll ich sagen? ICH LIEBE ES.

Inspirationen holt man sich ja bekanntlich vielerorts. Ich bin sehr froh, dass ich an diesem einen Mittwoch die Zeitschriften „LECKER“ und „Mutti kocht am besten“ in den Einkaufskorb gleiten ließ. Es waren meine ersten Ausgaben überhaupt. Ich wollte Ideen sammeln, fürDekorieren und Fotografieren.
Beim Blättern
 stieß ich auf die Anzeige: Food-Video-Seminar zu gewinnen

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Pah, dachte ich mir, es läuft ja auch! Genau das, was ich noch lernen muss. Alles, was ich zu tun hatte, war, ein Rezept zu schreiben mit einem Käse, den ich bis dato noch gar nicht auf dem Schirm hatte: Comté, ein französischer Rohmilchkäse.
Was ja nicht ist, kann ja noch werden. Zack, 
schon stand ich im Supermarkt vor dem Käseregal. Und ab da nahm alles seinen Lauf.

Wie Ihr mittlerweile wisst, bin ich ja für Eskalationen in der Küche bekannt. Gehe grundsätzlich ohne Einkaufszettel in die Geschäfte und plane spontan aus dem Bauch heraus das Essen.
Ich 
verbrachte einen kompletten Tag in der Küche und alles drehte sich um diesen Käse. Am Ende standen ein Salat, Ravioli, gebratene Käseküchlein, ein Cordon bleu und das besagte Risotto auf dem Tisch.
Letztlich entschied ich mich, das Risotto-Rezept auf die Reise zu schicken  das Foto war so toll geworden, fand ich.
Geschmacklich war alles sehr lecker.

Es sollte die richtige Entscheidung sein. Die Nachricht erhielt ich samstags bei meiner ersten Tasse Kaffee:
Ich war eingeladen, auf die Liste der Gewinner des Blogger-Contest von Comté eingetragen 😉
 … Das Ganze fand in Zusammenarbeit mit der Bauer Media Group in Hamburg statt.
Was ein tolles Gefühl! Mit einem Mal war ich wach,
 lachte und tanzte. Wie cool ist das bitte!?

Schon der E-Mail-Verkehr im Vorfeld war total unkompliziert, das Hotel für mich war gebucht, ich sollte noch die Reiseverbindungen schicken und wenige Zeit später war mein Online-Ticket für die Deutsche Bahn im Posteingang meines E-Mail-Kontos.
Vom Bahnhof aus 
fuhr ich dann mit dem Taxi zum Verlag. Und wie sollte es auch anders sein  es schüttete wie aus Eimern. Was mir aber ein warmes Gefühl in die Brustgegend zauberte. HachHamburg eben. ❤

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Als erste Teilnehmerin nahm ich im 
Foyer Platz und wartete gespannt darauf, wer sich noch dazugesellen würde . Es wurde schließlich eine total gemischte und lustige Runde.
Wir fanden direkt den Draht zueinander und freuten uns gemeinsam auf unser Abenteuer.
Es ging los:

Die Begrüßung durch Ilka Wirdemann (Bauer Food & Foto Experts) und Herrn Schuster (im Namen von Comté unterwegs) war sehr herzlich. Kurz erläuterten sie noch den Tagesablauf. Dann starteten wir auch schon mit der Käseverkostung.

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Passend zum Käse wurden hervorragende Weine gereicht. Reinhold Schuster führte uns zumindest theoretisch, in die Käseproduktion ein. Wir lernten unter anderem, warum kein Comté gleich schmeckt und was es für Auflagen gibt, um überhaupt einen Käse wie diesen herzustellen. Von der Kuh über bestimmte Wiesen im französischem Jura-Massiv, den Bauern, den Käsemeistern bis hin zum Reifekellermeister wir erfuhren alles. Es machte Spaß zuzuhören und gleichzeitig bekam man Fernweh. Die Landschaft bei diesen glücklichen Kühen muss traumhaft sein.

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Jeder suchte sich „seinen“ Käse aus. Wir erhielten Kostproben der verschiedenen Reifegrade. Von all der Vielfalt auf meinem Teller entschied ich mich für zwei Favoriten. Der 18 Monate alte und der 36 Monate gereifte Comté hatten es mir angetan. Tatsächlich liegt jetzt immer ein Stück Comté im Kühlschrank und wartet auf seinen Einsatz. Und sei es „nur“ zum Wein zu gemütlicher Stunde.

Neben dem Käse war da natürlich noch die Redaktion:
Ich durfte die heiligen Hallen der Food-Redaktion besuchen, die Räume mit den Requisiten bestaunen,
 in die Testküche schnuppern, den Profis dort über die Schultern linsen, Tipps und Tricks aufsaugen und mich in die Redaktion verlieben.

Ich lernte, dass Storyboards Nerven retten, graue, schwarze und weiße Karten in der Fotografie ihre Daseinsberechtigung haben, worauf es bei der Stop-Motion (Filmtechnik) ankommt und folgende Sache  eine für mich wundervolle und die beste Sache überhaupt: Es werden dort keine Lebensmittel weggeschmissen, alles was gekocht, gebacken und zubereitet wird, wird tatsächlich auch gegessen.  Es wird zwar aufgefrischt, für Fotos, aber nicht mit Haarspray o. Ä. nachgeholfen, um die Speisen zum Glänzen zu bringen. Lebensmittelverschwendung ist eine Sache, die total indiskutabel für mich ist. Allein aus diesem Grund habt Ihr Euch mein Herz verdient!
Jede/r Mitarbeiter/in hatte eine Engelsgeduld beim 
Beantworten der vielen vielen Fragen.


Erschöpft vom Tag wurden wir ins Hotel 
gebracht, hatten noch schnell die Möglichkeit, uns frisch zu machen, und wurden dann weiter zum Abendessen gefahren. Ein Tisch war im East reserviert, einem Hotel direkt an der Reeperbahn. Ich kannte und mag es. Wir aßen gut und ließen den Tag ausklingen. Die ersten verabschiedeten sich gegen 22.00 Uhr. Es wurden Visitenkarten ausgetauscht, ich wurde von den Mitarbeitern gefragt, ob ich Lust hätte, so etwas öfter zu machen. Die Antwort könnt Ihr Euch denken 

Der Rest blieb noch.

Meine Erzählung endet hier an dieser Stelle. Ein bisschen Privatsphäre sei uns gegönnt. Ich verbrachte noch einen unglaublich ausgelassenen und lustigen Abend mit einer meiner Blogger-Kolleginnen und ein paar anderen Leuten.

 

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https://fraubpunkt.de/wordpress/

FrauBpunkt, so heißt das liebe Ding, und ich waren uns da einig: What happens in Hamburg, stays in Hamburg. 😉

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Es war ein vollkommen gelungener Tag. 

Eure Nic

 

Veröffentlicht in Essen und Trinken

Schnelles Mittagessen – oder auch: Erstens kommt alles anders, zweitens als man denkt. 

 Es regnete ununterbrochen, schon den ganzen Tag. Dazu quäle ich mich seit Tagen mit einer fiesen Sommergrippe herum, einschließlich Schnappatmung. Ich habe das Gefühl, als habe sich der Vorsitzende des Sumo-Ringer-Clübchens auf meinen Bronchien niedergelassen. Umso mehr freute ich mich auf einen entspannten Nachmittag mit einem schnellen Essen. Zum Einkaufen war ich zu erledigt und nicht motiviert. Denn der Umstand, dass ich einen entspannten Nachmittag plante, ließ es vermuten: Ich bin heute rotzefaul, habe mein Frühstück heute Morgen zuhause vergessen und hatte Hunger! Es musste folglich schnell gehen, bevor jemand zu Schaden käme. Also heißt das Tagesmenü heute: Was der Kühlschrank so hergibt. 

Ich fand folgende Zutaten: 

500g frische Spätzle

3 Scheiben Schwarzwälder Schinken

1/2 rote Zwiebel

1 Handvoll TK-Erbsen

250 ml Rama Cremefine 

60g Comté (franz. Rohmilchkäse)

1 kleines Stück Butter

Salz, Pfeffer und frische Muskatnuss

 

In nur 13 Minuten zerließ ich das Stück Butter in der heißen Pfanne, schälte und würfelte ich die Zwiebel, schnitt den Schinken klein, dünstete Zwiebel und Schinken zusammen in der Pfanne und rieb den Käse.


 Dann gab ich die anderen Zutaten dazu, schmeckte mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss ab und freute mich, dass es so cremig geworden war, wie ich es mir erhoffte. 

 

Schnell ordnete ich das Essen noch für das obligatorische Foto an und freute mich, in Ruhe am Tisch zu essen. Was hatte ich einen Hunger!


Doch erstens kommt ja bekanntlich alles anders und zweitens als man denkt … Die Haustür ging auf und ein: „Boar, Mutsch! (Mein Sohn sagt nicht Mama, sondern Mutsch) Dieses Sch…wetter. Wir sind schon zurück, der Ausflug ist anders gelaufen als geplant und ich hab Besuch mitgebracht. Ich wollte Nico nicht im Regen stehen lassen, hier sind wir besser aufgehoben. Hunger haben wir auch.“

Läuft nicht so bei mir heute … 😂

Diese Tatsache fand ich schon wieder so witzig, dass ich entspannt sagte: „Kein Problem, Essen ist gerade fertig. Zieht Euch um und deckt danach den Tisch.“ 

Kurz und knapp: Ich suchte Jogginghosen und T-Shirts raus, die triefnasse Kleidung wurde durch die trockene ersetzt, die beiden Männer fielen über das Essen her, bedankten sich und verschwanden nach oben. 

 Für mich gab es dann Käse-Sandwich und Weingummi und Mäusespeck und Chips und Kekse und Kaffee und Lakritz und grünen Wackelpudding und einen Apfel. 

 Den perfekten Abschluss des Tages würde ich heute sehr gerne in der Badewanne erleben, leider habe ich keine. Irgendwas ist immer- 😂😂 

So nehme ich mit der Dusche vorlieb, wickle mich anschließend in meine Kuscheldecke und genieße meinen Wein auf der Terrasse, denn der Regen ist weg und der Himmel ist blau 😍

Außerdem muss ich noch über meine Reise nach Hamburg schreiben. Wie toll es war und was ich alles anstellen durfte. Seid gespannt…

 

 Liebste Grüße, 

Nic

Veröffentlicht in Privatsphäre

Ich hasse Menschen…

So oder so ähnlich muss es in den letzten Jahren geklungen haben, wenn ich mir einredete, ich sei anders, als ich wirklich bin. 

Damit ist hier und heute auch Schluss. Immer wieder beantwortete ich die lästige Frage, warum ich denn Single sei, mitWeil ich Menschen hasse.

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Das war der einfachste Weg, Ruhe zu haben. 

Es gibt nicht viele Menschen, die wissen, wie ich eigentlich bin. Vielleicht machen sich auch nur wenige Menschen Mühe, hinter die Fassade zu blicken. Gefühle wollte ich einfach nicht ausdrücken, aber ich habe zu jeder Lebenslage mindestens ein Lied, welches absolut das beschreibt, was ich gefühlt habe.

Das ändere ich heute einfach, heute erzähle ich:

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Ich denke zu viel, vertraue zu viel, rede zu viel, stehe mir selbst im Weg, habe eine große Klappe, liebe Sarkasmus, redete mir ein, lieber allein zu sein, bin oft zu gutmütig und wurde genau wegen diesen Eigenschaften oft enttäuscht. 

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, kann ich diesen auch mal zugeben, gerade in Bezug auf Menschen oder Entscheidungen. 

Ich hasse zum Beispiel Neid, Missgunst, Oberflächlichkeit, Sturheit und Ungerechtigkeit. Warum, zum Beispiel, fällt es so vielen Leuten so schwer, sich für andere zu freuen? 

Da flippe ich aus, rede schneller, als ich denke und eskaliere in der Öffentlichkeit, wenn es emotional notwendig ist. 

Eine explosive Mischung, wie Ihr Euch denken könnt

Wenn es mir schlecht geht, werde ich ruhig und kann mich auch schon mal eine Weile nicht melden. Ich mache viele Dinge mit mir allein aus. Was nicht immer lustig und einfach ist. 

Aber hat nicht jeder seine eigene Form der Geisteskrankheit? 😊 

Ich machte mir viel mehr Sorgen um den Umstand, was denn wohl Leute über mich denken, statt einfach so zu leben und das zu machen,wonach mir der Sinn steht. 

Warum machen wir uns nur so viele Gedanken, was andere Menschen über uns denken? Und wie lange machen wir uns diese? 

Dabei reden Menschen. So oder so. 

SO WHAT!?

 

Sie reden, wenn es einem schlecht geht, und sie reden, wenn es einem gut geht. Sie reden, wenn man mit Depressionen zu kämpfen hat, und sie reden, wenn man Depressionen überwunden hat. 

Einige reden selbst noch, wenn man Jahre keinen Kontakt hat, weil man diesen abgebrochen hat. Wenn man sich schon gar nicht mehr kennt, weil man sich mit den Jahren  verändert hat. Aber sie reden  🙄Wie bezeichnet man diese Menschen denn dann? Sind das Fans, Stalker oder stimmt vielleicht hinter deren eigener Haustür so vieles nicht?! 

Ich machte mir diese Gedanken, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich anfing,mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Mittlerweile liebe ich mich und kann auch super mit mir allein sein. 

Ich habe Jahre hinter mir, auf die ich nicht stolz bin, bin 36 Jahre, geschieden mit Kind. Klar wünscht man sich für sein Kind alles andere als getrennte Eltern, das könnt Ihr mir glauben. Letztendlich entschloss ich mich – für mich – zu diesem Schritt. Und endlich, nach vier Jahren, kann ich stolz sagen: Es war eine Entscheidung für MEIN Leben. 

Ich glaube, als Mutter trennt man sich weniger schnell, weil man seinem Kind nicht das Herz brechen möchte. Man lässt lieber das eigene zerbrechen. Doch auch wenn es für das Kind alles andere als einfach war, sind glückliche Eltern doch die besseren Eltern, wie ich finde. Manchmal geht das leider nur getrennt. 

So kam es dann auch. Ich trennte mich von meinem Ex-Mann. 

Ab diesem Tag ging er los, der Kampf um mein Leben. Ich suchte für mein Kind und mich eine kleine Wohnung. Forderte weder für mich noch für unser gemeinsames Kind Unterhalt – bewusst. Ich wollte glücklich werden. Das Einzige was mich durchhalten ließ, war die Liebe zu meinem Kind. Und die Fortschritte in unserer Wohnung. Nach und nach wurde sie zu unserem sicheren Rückzugsort. Man befindet sich in so einer Lebensphase im Krieg. Mit sich, der Familie, sogar mit vermeintlichen Freunden. Das Gute an der ganzen Sache istdass die falschen Menschen gehen. Das Tollste: Die Menschen, die bleiben. Die sich auch in meiner Abwesenheit stets für mich eingesetzt haben. Das sind Freunde. Freunde sind Menschen, die Ängste und Sorgen genauso behüten wie Geheimnisse, die einen so lieben und akzeptieren,wie man ist, die Fehler verzeihen und ständig nach Lösungen suchen,wenn es mal Probleme gibt. 

Das Einzige was noch ein bisschen hinterher hinkt, ist dieser Liebeskram 🙄

In Liebesdingen bin ich eine der größten Naturkatastrophen. Das muss ich jetzt auch mal offen zugeben. Da benötige ich quasi einen Herzschrittmacher, der einspringt, wenn Herz und Hirn sich einig sind und die Arbeit einstellen. Das passiert zum Beispiel, wenn ich jemanden toll finde. 

Dann verlässt mich der Löwenmut, solang bis mir mein Gegenüber im besten Fall mit dem Zaunpfahl vor die Stirn schlägt, um mir den obligatorischen Wink mit diesem zu geben, dass er auch auf mich steht. Dann hat er aber auch alles richtig gemacht und sich nicht erschrecken lassen. Verschrecken kann ich gut, denn dann muss ich nicht darüber nachdenken, ob mir eventuell wieder das Herz gebrochen wird. Klappt aber nicht immer  Es gibt einzelne abgebrühte Exemplare, die das nicht interessiert, die bleiben dann. 😍Irgendwas ist immer  😂Überwindet man meine Hürde, wird man dafür aber belohnt: Zack, da sind wir dann wieder, ich und mein großes Herz. Wir sind: sarkastisch, ironisch, sensibel, gefühlvoll, emphatisch, hilfsbereit, selbstreflektiert, lebensfroh, grantig, morgenmuffelig, abenteuerlustig, wissbegierig, zu den beklopptesten Streichen aufgelegt, kuschelig und sowieso sehr warmherzig. Wir haben sogar ein geheimes Liebeslied (wer hätte uns DAS zugetraut?). Es handelt davon, wie wir uns die Zukunft vorstellen, was wir wollen, mein Herz und ich. Was wir bisher in keiner Beziehung gefunden haben, woran wir aber trotzdem jeden Tag glauben. ❤

Das zu nennen, ist aber dann, selbst heute, doch zu privat. 😉

Auf die letzten Jahre geschaut lässt sich abschließend sagen:

Ich machte mir diese Gedanken, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich anfing, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, dann muss doch die Mauer abgerissen werden, die man aufbaute, um nicht wieder verletzt und enttäuscht zu werden, oder? 

Also, weg damit. 

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-Ende- 

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Marmorkuchen


Wenn ich an meine Kindheit denke, dann denke ich sonntags an Kuchen. Irgendeinen Kuchen gab es immer, denn irgendwer kam sonntags immer zu Besuch. Mein Lieblingskuchen war früher der schnelle Marmorkuchen. Den habe ich Euch heute mitgebracht…Alles in Allem hatte ich doch eine recht behütete Kindheit. Wir spielten auf der Straße, im Wald, auf einem Feld, hatten Spielplätze, die gepflegt wurden, und waren eine Bande voller abenteuerlustiger Kinder. Gerade im Sommer traf man sich direkt nach dem Frühstück draußen. Abends, wenn die Glocken läuteten, oder zwischendurch bei Hunger und Durst kam man nach Hause. Wir waren erzogen, es wurde sich um uns gesorgt, wir mussten uns regelmäßig melden, hatten Respekt vor anderen und stellten stets nur den normalen Blödsinn an, den Kinder so machen. Wir bauten aus LEGO Häuser für Heuschrecken, Ameisen oder Käfer, sperrten die Spielstraße ab und führten Verkehrskontrollen bei den Anwohnern durch, fuhren Go-Cart-Rennen, studierten Tänze ein, spielten Mini-Playback-Show, bauten ein Baumhaus im Apfelbaum oder verabredeten uns zu einem heimlichen Mitternachtspicknick, das nie stattgefunden hat, da wir alle so kaputt vom Tag waren und keiner wach wurde. Einmal zogen wir sogar mit der Laterne an St. Martin los und klingelten an allen Häusern, um Lieder zu singen … was soll ich sagen: Das wurde mit Süßigkeiten und Geld belohnt. Der Spaß war schnell vorbei, als wir nach Hause kamen. Da wartete bereits ein Pulk aufgebrachter Eltern. Denn niemand hatte sich abgemeldet und wir waren über Stunden verschwunden. Hausarrest war die Folge und die Süßigkeiten und das Geld gingen als Spende direkt an ein Kinderheim. So hatte die Sache doch noch was Gutes. 

Die Sommer waren fabelhaft. Sonntagnachmittags futterten wir stets die Kuchenreste. Ich weiß nicht, wie viele Kinder meine Mutter durchgefüttert hat. Denn meist waren wir in unserem Garten. Da gab es Getränke und Essen in den Spielpausen, Kirschkernweitspucken mit meiner Mutter, die nicht verlieren wollte, und einen kleinen, für die Zeiten damals, doch riesigen Pool. Plantschbecken hieß das damals 😆. Ich denke, dass ich in dieser Zeit meine Vorliebe für das Gastgeben entdeckte, denn alles, was ich mit Freunden erlebte, gebe ich heute an meinen Sohn weiter. Hier steht immer irgendwas in der Küche für die hungrigen Mäuler und die Tür steht allen offen. Das Einzige, was man hier aktiv dafür zu tun hat, ist, sich zu benehmen. Und das klappt großartig. 

Und damit Ihr wisst, wie es damals schmeckte, hier das Rezept zum Kuchen. 

Ihr benötigt: 

350g Mehl

260g Zucker

200g Butter

1 Becher saure Sahne

4 Eier

Jeweils 1 Pck. Backpulver und Vanillezucker

2 EL Back-Kakao

1EL Milch

und optional 3 EL Rum (wenn man den Geschmack mag)

 

Zubereitung: 

Der Ofen wird auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt. 

Die weiche Butter wird zusammen mit den Eiern und dem Zucker und Vanillezucker schaumig gerührt. Anschließend gebt Ihr Mehl und die saure Sahne hinzu. Alles zu einem glatten Teig verrühren. 


Nun füllt Ihr 2/3 des Teiges in eine Schüssel und stellt ihn zur Seite. Der Rest des Teiges wird mit dem Kakao, dem Rum und der Milch vermengt. 


Nun fettet Ihr eine Kastenform ein und stäubt sie mit Mehl aus. 


Als Erstes füllt Ihr nun den dunklen Teig in die Form. 


Darüber verteilt ihr den Rest des Teiges. 


Jetzt wird die Masse langsam und vorsichtig mit einer Gabel umgerührt, damit das typische Marmormuster entsteht. 


Ab in den Ofen für 60 min – fertig. 

 

Das Tolle an diesem Rezept ist, dass man getrost noch Schokolade als Überzug verwenden kann, da der Kuchen nicht zu süß ist. 

Guten Appetit. 

 

 

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Schichtsalat

Immer wieder Sonntachs …Vielen lieben Dank für die tollen Nachrichten mit Ideen und Vorschlägen Eurer Gerichte. Ich habe mich sehr über die positive Resonanz gefreut. Damit kann ich arbeiten. 😊

Eigentlich hatte ich ganz andere Pläne heute. Ein Gericht mit Kartoffeln sollte es werden. Wie sooft schrieb ich einen Einkaufszettel und ließ ihn zu Hause liegen.   🙄 Und einen Plan B hatte ich auch nicht, geschweige denn einen gut ausgestatteten Vorratskeller. 

Kennt ihr noch die Vorratskeller von früher? Zumindest war es bei uns so. Es waren immer Gläser und Dosen sowie Zwiebeln, Kartoffeln und Äpfel gelagert. Und es wurde eingekocht. Für den Winter. Ich habe lediglich einen Vorratsschrank und ein kleines Regal, zum Aufbewahren von Gläsern. Dafür ist in der kleinsten Küche Platz. Also fand ich mich mit den Armen im Schrank hängend wieder und wühlte was das Zeug hielt. Was konnte ich damit anstellen und was erinnerte mich an meine Kindheit? Da kam mir folgende Idee: Ein Schichtsalat. 

Denn was haben wir früher gemacht? An den Wochenenden oder, speziell wie heute, an den Feiertagen? Wir besuchten Verwandte oder wurden besucht. Und damals wie heute: Sobald auch nur ein Sonnenstrahl den Boden berührt, ist die Kohle am Durchbrennen, wie man hier so sacht. 😉 Der Grill wird angeschmissen.

 Ich erinnere mich, wie wir oft zu meiner Uroma auf den Campingplatz gefahren sind. Tagesgäste zahlten einen kleinen Obolus auf dem Campingplatz, dafür durften dann aber auch die Freizeitangebote genutzt werden. Die Besuche verliefen immer gleich: Uroma saß, im Kittel, vor dem Vorzelt auf einem Gartenstuhl und wartete auf uns. Das Stück Rasen in der Parzelle war akkurat geschnitten, die Blumen ein Traum und ich durfte mir nach der Begrüßung ein Eis, mit einer Kaugummikugel unten im Becher, kaufen. 


In diesem Zeitraum wurde der Holzkohlegrill angeschmissen und es gab Grillwürstchen mit Senf und Ketchup. Als Beilage gab es meistens Salate – mayonnaiselastig. Hier ist man mit den Jahren etwas mutiger geworden, was die Zubereitung und die Gewürze anging. Der typische Kartoffel- oder Nudelsalat wurde mit der Zeit durch z.B. Reissalat abgelöst. Einer der Vorteile in dem Ballungsgebiet Ruhrpott, wie ich finde und welchen ich sehr schätze, ist: Der multikulturelle Einfluss, der in die Kochtöpfe fließt. 

 

Essen verbindet, sag ich doch immer …

 

Zurück zu meinem Vorrat. Ich kramte Reis, Sellerie, Thunfisch, Mais, Frühlingszwiebeln, Eier, Ananassaft, Milch (für die schlanke Linie), Mayonnaise und Gewürze zusammen. Daraus entstand dieser Reis-Schichtsalat, irgendwie so, viel Spaß dabei.  

 

Hier die Zutaten: 

2 Tassen Reis

4 Tassen Wasser

1 Glas Selleriesalat

1 Dose Thunfisch

1 Dose Mais

1 Bund Frühlingszwiebeln

4 Eier

3/4 Glas Mayonnaise (jeder Salat steht und fällt mit der Mayo, es ist einfach so. Ich benutze, wenn ich die Mayonnaise nicht selbst mache, immer Miracel Whip)

etwas Ananassaft

Milch 

Salz, Pfeffer, Currypulver

 

Zubereitung: 

Der Reis wird in einen Topf gefüllt, dazu 4 Tassen kaltes, gesalzenes Wasser. Jetzt wird der Reis gekocht, bis das komplette Wasser verdampft ist. Es empfiehlt sich, immer ein Auge auf den Reis zu haben – ist das Wasser verdampft, brennt er schnell an. Parallel kocht Ihr die Eier hart. Ca. 10-12 Minuten kochen lassen, anschließend werden sie lange unter kaltem Wasser „abgeschreckt“. Direkt pellen und zur Seite stellen. 


Während Reis und Eier abkühlen, wird die Soße verrührt. Dazu nehmt ihr die Mayonnaise, einen großen Schluck Ananassaft und die Milch. Rührt nach und nach immer ein bisschen Milch in die Mayo, bis sie eine sämige Konsistenz angenommen hat, aber nicht zu flüssig ist. Jetzt noch mit Salz, Pfeffer und Currypulver abschmecken und kurz zur Seite stellen. 

Die Flüssigkeit vom Sellerie, Mais und Thunfisch einzeln abgießen und abtropfen lassen. Die abgekühlten Eier in Scheiben schneiden. 

Jetzt beginnt die „Schichtarbeit“ 🙂

Ich schichtete wie folgt: 

1. Reis

2. Sellerie

3. Mais

4. Thunfisch

5. Eier

6. Frühlingszwiebeln

Zwischen den Schichten verteilt Ihr immer großzügig die Soße. 

Entweder nehmt ihr eine große Schüssel oder wie ich Weckgläser und schichtet den Salat dort hinein. 

So einfach wird aus Lagerbeständen eine tolle Beilage. 😂


Guten Appetit. 

Nic 

Ideen und Vorschläge für Lieblingsgerichte an: 

 niclovestocook@gmail.com
Oder per Handy und Direktnachricht über Facebook: 

https://m.facebook.com/niclovestocook
 

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Sonntach is Ruhrpott getz 

Hömma,wir müssen da ma wat verhackstücken! Ich hab da sonne Idee für mein Blog gehabt. Wat haltet Ihr davon? 
Ich bin ja, sozusagen, Zugezogene mit Migrationshintergrund. Vom Pott ins Münsterland (da machse abba manchen Kulturschock mit). 

Manches machen die Kollegen hier nich und manches ganz anders. Die sprechen auch komisch, daran tut man sich aba schnell gewöhn auch.

Jedenfallz hab ich mich gedacht: Ich zeig Euch getz am Sonntach immer wat ausm Pott, für auffn Tella. 

Mit ne kleine Geschichte bei vielleicht. Von früher, weil das war ja auch schön gewesen.

Quelle: Google


Und das alles für Euch, für Umme. Also lohnt sich dat doch, wonnich? Und wer wat dagegen hat, der klickt mit seine Wixgriffel einfach weita im Internetz, wonnich?!! Wer dat Knorke findet, der kann mir gerne sein typisches Pott-Gericht vorschlagen.

Weil heute der erste Sonntach ist, gibbet ne Sonntachs-Geschichte: 

Kennta dat noch, von früher? Sonntachs gab et immer lecker Essen – Mittachs. Ahms hat Mutti nur noch Bütterkes gemacht. Wat der Kühlschrank so hergab. Konsum war ja dicht, da nahm man, wat man kriegen konnte. Die Olle wollte auch feddich werden, Schimmi stand ja in den Startlöchern und der war heißer als der Olle. 

Quelle: TV-SPIELFILM

Dat Pilsken für den Vatti durfte auch nich fehln. Hatta sich ja auch verdient gehabt, montachs ging ja immer die Maloche wieda los. Auffe Zeche, logo, wir kommen ja ausm Pott. ( Manch einer macht meine Herkunft übrigens verantwortlich für meine große Fresse, ich altes Kolonieblach. Wobei das mit der großen Fresse auch nie direkt bewiesen werden konnte …)

Und wer musste dem Vatti seine Besorgungen erledigen? Richtig, dat Blach.

„Hömma, geh ma wacka eben anne Bude, kanns Dir auch wat zu schnuckern mitbringen. Und komm nich ohne Zigaretten wieda.“

Quelle:
http://www.ruhr-tourismus.de

Zack, ab auf dat lila Mountainbike, schon war ich unterwegs. Auf dem Weg zur Bude rechnete man sich schon aus, was man sich leisten konnte. Drei Wassereis und für 20 Pfennig von der Nummer 5 waren immer drin, 50 Pfennig blieben locker über. Nur keine weißen Mäuse kaufen, die hätte ich mit Vatta teilen müssen. 😉 Die Königin war ich, wenn Opa noch Zigarren haben wollte. Da gab et mehr Kohle.  

Kaum Zuhause gab et ein drübba. Süßes vor den Knifften, Holland in Not, der Alte und Blach abgesaut vonne Mutta. Dann hat man abba doch noch gegessen und zwar sehr lekka. Danach hieß es: „Zähne putzen, waschen, Polter an und ab in Bett.“ 

Wie konnte der Tag besser enden, besonders nach einem tollen Wetterchen, damals wie heute:
Strammer Max stand ab und an auffn Plan, heute hier auch…Mit nem Pilsken, denn morgen beginnt für mich wieda die Maloche. Der Vatta is in Rente. Zeche is ja zu. 

Getz muss ich abba auch ranklotzen, sonst wird dat noch kalt. Und kalt darf nur dat Pilsken vonne Bude sein. Könnte ja auch ma probiern, woll? 

 

Das Getränk ist ein Träumchen und gibt es hier:
 www.kronen.de

Für den strammen Max brauchse pro Maul, wat mitessen tut:


1 Scheibe Brot

Butter (und nich geizig sein mit die Butter)

2 Scheiben Schwazzwälder Schinken

2 Scheiben frischen Cheddar (son schischi Käse aus Irland is dat)

2 Eier

Salz, Pfeffer, Paprikapulver (geräuchert)

Gewürzgurken 

und n lecker Pilsken.

Getz geht es ans Eingemachte:

Dat Bütterken mit die Butter bestreichen und inne Pfanne schön kross werden lassen. 


Getz nochma Butter zum Blubbern bringen und die Eier reinhaun. 


Mit die Salz müssta aufpassen, nur son klein bisken, lieber mit die Paprikapulver und den Pfeffer eskalieren. In Schinken is ja soviel Salz drin. Wichtich is auch dat dat Eigelb flüssich bleibt. Also Eier schön braten, zu son richtich lekka Spiegelei. 


Wenn dat Ei inne Pfanne beschäfticht is, packse schoma den Schinken und den Käse aufs Stüllchen. 


Dann nur noch die Eier druff und Pils aufreissn. Für die Blagen gibbet ne Fanta, feddich.

Ker, wat war dat lekka gewesen heute.


Wat soll ich sagen, schön datta da wart. Bis nächste Ma 

Nic 

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 Sonne, BBQ und ein Cocktail

Liebe Alle! 

Ich mag überhaupt keine Zeit verschwenden heute! Das Wetter ist so toll und muss genutzt werden! Heute ist Freitag, d.h. ich habe Euch einen Cocktail mitgebracht. Dieser passt wunderbar zu einem tollen BBQ, mit Freunden und/oder Familie. 😍 Die Zutaten: 

ca. 350g Erdbeeren

3 Limetten

brauner Zucker nach Belieben

Martini bianco

1-2 Flaschen Sekt (je nach Anzahl der Gäste)

Basilikum (frisch, zur Dekoration im Glas)

Strawberry Kiss (Balsamico Creme) 

Eiswürfel 
Jetzt noch schnell die Zubereitung : 

die Erdbeeren werden geputzt und geschnitten, mit braunem Zucker bestreut und mit Martini begossen (Erdbeeren müssen bedeckt sein und mind. 40 Minuten ziehen)

Limetten würfeln

Eiswürfel, gewürfelte Limetten, eingelegte Erdbeeren,1-2 Basilikum-Blätter und einen Spritzer Balsamico-Creme ins Glas

mit Sekt auffüllen und umrühren

Viel Spaß

Nic 

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Blogger-Contest

Birnen-Thymian-Risotto mit Comté

Ihr Lieben, 

in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „LECKER“ stieß ich auf einen Blogger-Contest.

„Machen Sie Ihr Rezept zum Star!“, heißt es dort. Und genau das versuche ich jetzt!

Ich liebe Käse, das steht außer Frage. Und dennoch sagte mir der Käse „COMTÉ“ bisher nichts. Also informierte ich mich in einem der vielen Supermärkte hier. Direkt im ersten hatte ich Glück, in der Käsetheke lag besagter Käse. Nachdem ich, freundlicherweise, probieren durfte, tüftelte ich noch im Laden an einem Rezept rum. Es dauerte nicht lange, da hatte ich Thymian, Risottoreis, Birnen, Zwiebeln, Rinderbrühe, Walnüsse und natürlich den „Star des Tages“ im Einkaufskorb – gleich ein großes Stück, um weitere Dinge zu probieren.

Jetzt aber zum Risotto. Das Rezept ist für zwei Personen ausgelegt.

Ihr benötigt:
185 g Risotto-Reis
500 ml Rinderbrühe (wahlweise auch Gemüsebrühe)
75 ml Weißwein

1/2 Birne 

1/2 Zwiebel 

80 g Comté (fein gerieben)

Walnüsse

Thymian (frisch oder getrocknet)

Salz und Pfeffer

Olivenöl
Zubereitung:

Die Zwiebel abziehen und fein würfeln, die Birne wird geschält und gewürfelt. Olivenöl im Topf erhitzen. Zwiebel UND Birne glasig dünsten. Anschließend den Risottoreis hinzufügen und ebenfalls glasig dünsten. Jetzt wird alles mit dem Weißwein abgelöscht, sobald der Wein verkocht ist, nach und nach Brühe hinzugießen. Etwa 20 Min unter regelmäßigem Rühren köcheln lassen. Wenn der Reis bissfest ist, den Käse dazugeben und verrühren, mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.

Walnüsse hacken und vor dem Servieren auf das Risotto geben.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit
Nic