Veröffentlicht in Essen und Trinken

Erste Hilfe gegen den Kirmes-Kater


Weeeeeerneeeeee! Hach, was ist das schön. Ich öffne meine Fenster zum Lüften, hinein strömt der zarte Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln. Bevor der erste Kaffee getrunken wird, atme ich tief mit geschlossenen Augen ein und genieße diesen geliebten und bekannten Duft. Die Kirmes ist wieder in der Stadt. Jeder, selbst die altbekannten Muffel hier, sind gut gelaunt. SimJü ist ein absolutes Muss.
SimJü, das größte Volksfest an der Lippe. Da sind die Karussells, das Verbraucherzelt mit ansässigen Firmen, das Partnerschaftszelt – dort gibt es Köstlichkeiten der verschiedenen Partnerstädte – und natürlich das Bierzelt. Dort sieht man den Einen oder die Andere zu späterer Stunde schon mal auf dem Tisch tanzen.
Einmal im Jahr trifft man die ganze Stadt, jeder hat ein Lächeln auf den Lippen und das ein oder andere Bier zu viel getrunken ;-). Man beginnt als guter Bürger bereits am Freitagnachmittag mit den Feierlichkeiten, wenn es beim traditionellen Fußballspiel auf dem örtlichen Sportplatz heißt: Werner Allstars vs. Schausteller. Samstags um 14.00 Uhr fällt der offizielle Startschuss, die Freifahne wird durch unseren Bürgermeister auf dem Marktplatz gehisst und das Fass im Bierzelt gegen 15.00 Uhr angestochen. Die Kirmes ist eröffnet.
Die ersten Bekannten, mit Kindern, laufen einem über den Weg, man nickt, geht weiter, denn man weiß genau: Wir sehen uns später, wenn die Kinder im Bett liegen und die Erwachsenen zum spielen rausgehen …
Samstagabend hüpft man hier auf die verschiedenen Partys und durch die verschieden Kneipen, muss aber Sonntags um 11.00 Uhr wieder fit sein, denn Sonntags geht man mit der Familie über die Kirmes, und anschließend, beim verkaufsoffenen Sonntag, bummeln wir durch die Geschäfte.
Montags findet das traditionelle Feuerwerk statt, im besten Fall sitzt man oben im Riesenrad und genießt bei einer Flasche Sekt den Ausblick.
Dienstags finden die wilden Tage ihren Abschluss mit dem traditionellen Kram- und Viehmarkt. Diesen nutzt man zum Frühschoppen und quatschen. Puh, viel Programm kurz und bündig zusammengefasst.
Du siehst, ein straffes Programm! Fünf Tage lang. Damit man dem gewachsen ist, braucht man eine ordentliche Grundlage oder aber, im Falle eines Hangovers, ’n super Katerfrühstück. Keine Panik! Hab ich. Probier das hier mal, lass dich aber in keinem Fall von der Kombi abschrecken.

Und weil es einfach und schnell sein muss, wenn man sich beim letzten Bier den Magen vertan hat, hier eine Ruck-Zuck-Anleitung: 

Hangover-Pfannkuchen (enthält Werbung)

Zutaten:

125 g Mehl
250 ml Milch
2 Eier
1 TL getr. Majoran
1 Prise Salz
6-8 Scheiben Bacon
2 Äpfel
Öl zum ausbacken
Heller Sirup (z.B. Grafschafter)

Zubereitung:

• aus Mehl, Milch, Eiern, Salz und Majoran einen Teig rühren

• das Kerngehäuse der Äpfel ausstechen und die Äpfel in Scheiben schneiden
• Bacon und Äpfel in der Pfanne anbraten, bis sie gebräunt sind, rausnehmen, beiseite stellen

• Öl in der Pfanne erhitzen
• für jeden Pfannkuchen den Boden der Pfanne mit Äpfel und Bacon bedecken, Teig drübergießen und ausbacken. Wichtig: Denkt beim Ausbacken daran, den Pfannkuchen zu wenden.

• vor dem Servieren mit hellem Sirup beträufeln.


Guten Appetit.
Und für die ganz harten: Denkt dran, man soll morgens mit dem Getränk anfangen, mit dem man aufgehört hat. 😉

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Faltenbrot 

Am liebsten isst man doch in großer Runde mit guter Gesellschaft. Das Essen steht in der Mitte und jeder bedient sich. Dazu kühle Getränke, im besten Fall Sonnenschein, und dem perfekten Abend steht nichts mehr im Weg. Heute habe ich für Euch ein Rezept, das zu jedem Grillabend wie auch zu einem Abend, an dem Ihr nur eine Kleinigkeit auf den Tisch zaubern wollt, passt. 

 Mein Faltenbrot:
Auf die Einkaufsliste kommen: 

 

Für den Teig: 

500 g Mehl

300 ml lauwarmes Wasser 

2 TL Salz

2 EL geschmacksneutrales Öl

1 Beutel Trockenhefe

 

Für den Belag: 

1 Becher Schmand

6 Scheiben Schwarzwälder Schinken

200g Feta

Petersilie

Salz, Pfeffer, Muskatnuss 

 

Auch wenn wir für diesen Teig Hefe verwenden, ist das kein Grund zur Panik! Es ist ein superschnelles und supereinfaches Rezept. Achtet nur darauf, dass das Wasser wirklich lauwarm und nicht heiß ist! 

Alles was Ihr für den Teig tun müsst: Die angegebenen Zutaten mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer (Knethaken) mindestens 8-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig kleben sollte, einfach etwas mehr Mehl benutzen.  Dann kommt der Teig an einen warmen Ort und wird für 30 Minuten ignoriert. In der Zwischenzeit kümmern wir uns um den Belag und die Backform. Dazu fettet ihr einfach eine Kastenform oder eine Springform ein. 


Den Schmand mit Salz (bitte an dieser Stelle nicht zu viel verwenden, da ja der Schinken schon viel Salz enthält), Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss, nach eigenem Geschmack, würzen. Den Schinken in dünne Streifen schneiden. 


Wenn der Teig lang genug ignoriert wurde, wird er ausgerollt. Zu einem Rechteck. 

Anschließend streicht ihr den Schmand auf den Teig, verteilt den Schinken gleichmäßig und streut Feta darüber. 


Jetzt schneidet ihr den Teig in ca. 5 cm große Streifen und legt diese wie einen Fächer zusammen. Und schichtet es in die Form. 



Das Ganze wird 30-40 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze gebacken. 

 

Tipp: Wer auf den Schinken verzichten möchte, der nimmt Frühlingszwiebeln und etwas geriebenen Emmentaler. 😍 

 

Ich serviere das Faltenbrot immer direkt in der Form. Jeder, der mag, kann sich ein Stück abreißen. 

Guten Appetit und viel Spaß beim Backen. 

 

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Der Käsekuchen meiner Mama

Ich sitze bei gutem Wetter auf einer Hollywood-Schaukel im Schatten, Musik dröhnt aus den Kopfhörern und mein Mineralwasser ist eiskalt. Es könnte schlechter sein. Ich hatte mir vorgenommen, in den nächsten drei Wochen nur das zu machen, worauf ich spontan Lust habe. Mein Sohn genießt die ersten drei Wochen der Ferien mit seinem Vater – warum soll ich nicht einfach das Beste aus meiner freien Zeit machen? Es ist herrlich. Ich erlaube mir keinen Stress, und wenn ich was nicht will, sage ich nein! Manchmal braucht man eine Auszeit, für sich, um die Dinge wieder zu ordnen.
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Doch zurück zu meinem heutigen Arbeitsplatz
 – die Hollywood-Schaukel.

Nebenbei überarbeite ich die Liste der Rezepte, treffe zum 964
Mal Entscheidungen, die das Buch betreffen, und mache mir Gedanken um das Layout. Meine Visitenkarten sind gestern auch gekommen. Ich bin recht zufrieden, die anfängliche Panik ist weg. Ich kann es mir vorstellen und es gefällt mir sehr. In Gedanken blättere ich schon durch. Herrlich.
Es kommt alles
, wie es kommen soll.
Genau wie dieses Rezept, welches ich Euch heute mitgebracht habe.

Unschlüssig über das morgige Rezept
 machte ich mich auf den Weg in den Garten. Ich bin bekennende Gartenbesetzerin, dachte mir aber heute, es sei nur freundlich, mal eben Bescheid zu geben, dass ich jetzt die Hollywood-Schaukel für meine Zwecke nutze.
Ich klingelte an der Tür und meine Mutter öffnete mit einem ihrer typischen Sätze, den sie schon damals immer sagte: „Was klingelst du? Ich habe keine Zeit, ich hatte noch so viele Eier, ich backe jetzt einen Käsekuchen.“ (Irgendwo muss ich es ja her haben … 🙂 Einen kleinen Seitenhieb in meine Richtung konnte sie sich auch nicht verkneifen. Für meine Mutter gab eine neue Küchenmaschine, die alte hatte ihren Geist aufgegeben und jetzt steht dort eine weiße Kitchen-Aid. Sie weiß, ich hätte auch gerne eine. Jedoch zurzeit einfach noch nicht den Platz in meiner Küche. Aber es gibt schon einen Plan … natürlich gibt es den …
Da witterte ich meine Chance! Ich lass Mama die Arbeit in der Küche erledigen und es gibt heute das Rezept, nach dem sie immer backt. Mit weniger Fotos als gewohnt, denn Arbeitende soll man ja nicht aufhalten und die Kamera liegt zuhause. Zwischendurch gab es dann sogar noch einen Salat. Meine Mama ist halt die Beste…
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Wo genau dieses Rezept herkommt, kann ich nicht sagen, es ist eins der vielen Rezepte aus der Sammlung meiner Mutter. Sie hat ganze Ordner voll Zettel wie diesen. Ich liebe diese Rezepte, kein Tamtam, nur das Nötigste beschrieben, so lernte ich kochen.

Was Ihr benötigt und wie das Ganze funktioniert, findet Ihr auf dem folgenden Foto.

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Also, viel Spaß beim Backen, es ist ein super leckerer Käsekuchen. Ich fahre jetzt Käsekuchen essen. ❤️ 

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Schnelles Mittagessen – oder auch: Erstens kommt alles anders, zweitens als man denkt. 

 Es regnete ununterbrochen, schon den ganzen Tag. Dazu quäle ich mich seit Tagen mit einer fiesen Sommergrippe herum, einschließlich Schnappatmung. Ich habe das Gefühl, als habe sich der Vorsitzende des Sumo-Ringer-Clübchens auf meinen Bronchien niedergelassen. Umso mehr freute ich mich auf einen entspannten Nachmittag mit einem schnellen Essen. Zum Einkaufen war ich zu erledigt und nicht motiviert. Denn der Umstand, dass ich einen entspannten Nachmittag plante, ließ es vermuten: Ich bin heute rotzefaul, habe mein Frühstück heute Morgen zuhause vergessen und hatte Hunger! Es musste folglich schnell gehen, bevor jemand zu Schaden käme. Also heißt das Tagesmenü heute: Was der Kühlschrank so hergibt. 

Ich fand folgende Zutaten: 

500g frische Spätzle

3 Scheiben Schwarzwälder Schinken

1/2 rote Zwiebel

1 Handvoll TK-Erbsen

250 ml Rama Cremefine 

60g Comté (franz. Rohmilchkäse)

1 kleines Stück Butter

Salz, Pfeffer und frische Muskatnuss

 

In nur 13 Minuten zerließ ich das Stück Butter in der heißen Pfanne, schälte und würfelte ich die Zwiebel, schnitt den Schinken klein, dünstete Zwiebel und Schinken zusammen in der Pfanne und rieb den Käse.


 Dann gab ich die anderen Zutaten dazu, schmeckte mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss ab und freute mich, dass es so cremig geworden war, wie ich es mir erhoffte. 

 

Schnell ordnete ich das Essen noch für das obligatorische Foto an und freute mich, in Ruhe am Tisch zu essen. Was hatte ich einen Hunger!


Doch erstens kommt ja bekanntlich alles anders und zweitens als man denkt … Die Haustür ging auf und ein: „Boar, Mutsch! (Mein Sohn sagt nicht Mama, sondern Mutsch) Dieses Sch…wetter. Wir sind schon zurück, der Ausflug ist anders gelaufen als geplant und ich hab Besuch mitgebracht. Ich wollte Nico nicht im Regen stehen lassen, hier sind wir besser aufgehoben. Hunger haben wir auch.“

Läuft nicht so bei mir heute … 😂

Diese Tatsache fand ich schon wieder so witzig, dass ich entspannt sagte: „Kein Problem, Essen ist gerade fertig. Zieht Euch um und deckt danach den Tisch.“ 

Kurz und knapp: Ich suchte Jogginghosen und T-Shirts raus, die triefnasse Kleidung wurde durch die trockene ersetzt, die beiden Männer fielen über das Essen her, bedankten sich und verschwanden nach oben. 

 Für mich gab es dann Käse-Sandwich und Weingummi und Mäusespeck und Chips und Kekse und Kaffee und Lakritz und grünen Wackelpudding und einen Apfel. 

 Den perfekten Abschluss des Tages würde ich heute sehr gerne in der Badewanne erleben, leider habe ich keine. Irgendwas ist immer- 😂😂 

So nehme ich mit der Dusche vorlieb, wickle mich anschließend in meine Kuscheldecke und genieße meinen Wein auf der Terrasse, denn der Regen ist weg und der Himmel ist blau 😍

Außerdem muss ich noch über meine Reise nach Hamburg schreiben. Wie toll es war und was ich alles anstellen durfte. Seid gespannt…

 

 Liebste Grüße, 

Nic

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Joghurt-Gugelhupf mit Veilchenguss

Ihr Lieben,

Ostern steht vor der Tür, ich natürlich in der Küche. Dieses Jahr möchte ich gerne zu einem Oster-Brunch laden, gleichzeitig bin ich aber übermüdet von den üblichen Gerichten an den verschiedenen Feiertagen. Um etwas Abwechslung auf den Tisch zu zaubern, habe ich mir einige Sachen überlegt, die ich Euch nach und nach zeigen möchte. Angefangen wird heute mit einem wunderbaren Kuchen.

img_15761.jpgIhr benötigt :

Für den Teig:

200g  weiche Butter

250g Zucker

4 Eier

2 Becher Mohn-Marzipan Joghurt (a 150g)

1 Tütchen Backpulver

350g Mehl

Für den Guss

250g Puderzucker

Veilchen-Sirup nach Bedarf, bis ein dickflüssiger Guss entsteht (ich nehme meist 3-4 EL)

 

Zubereitung:

Die weiche Butter wird zusammen mit dem Zucker und den Eiern schaumig geschlagen (ca. 3-4 Minuten). Das Mehl mischt Ihr mit dem Backpulver, dann gebt Ihr das Mehlgemisch zusammen mit dem Joghurt zu der schaumigen Masse, und rührt erneut, bis ein schöner gleichmäßiger Teig entsteht.

Den Teig füllt Ihr in eine gut gefettete, mit Mehl bestäubte Gugelhupf-Form.

Backzeit: 60 min. bei vorgeheizten 175 Grad (bitte beachtet, dass die Backzeit von Ofen zu Ofen variieren kann)

Den Gugelhupf auskühlen lassen, stürzen und mit dem Guss überziehen.

Für den Veilchen Guss verrührt ihr Puderzucker und Veilchen-Sirup zu einem dickflüssigem Guss und überzieht den Kuchen damit.

Wem der Veilchen-Guss zu gewagt ist, der kann alternativ auch fertige Vanille-Glasur zum überziehen verwenden.

Viel Spaß beim backen

Eure Nic